zaterdag 22 juli 2017

Im Unterricht die persönliche Entwicklung fördern mit eduScrum

INTERVIEW mit Willy Wijnands durch Nina Visser
PULSE MEDIA GROUP – ONDERWIJS VAN DE TOEKOMST – ONDERZOEKEND LEREN – juli 2017

Im Unterricht die persönliche Entwicklung fördern mit eduScrum

Wenn Lernende über ihren eigenen Lernprozess bestimmten können, ihn „besitzen“, sind sie intrinsisch motiviert, bekommen mehr Spaß am Lernen und machen eine starke persönliche Entwicklung durch, sagt Willy Wijnands, Gründer von eduScrum. „Schüler holen zusammen das beste aus sich und ihrem Team heraus.“

Wie können Schüler „Eigner“ ihres Lernprozesses werden?


„Dadurch, dass sie in kleinen Gruppen an Aufgaben arbeiten, entdecken sie, worin sie gut sind und was sie noch lernen können. Wenn ein Projekt abgeschlossen ist, bekommen sie nicht nur eine Note, sondern sie reflektieren auch auf ihre Stärken und Qualitäten und darüber, was sie über sich selbst und von anderen gelernt haben. Ebenso, was andere von ihnen haben lernen können! Im Anschluss beschreiben sie, was sie das nächste Mal besser machen können.
Durch das Bewusst-werden über das eigene Können und Lernen, was sie wollen und was sie nicht wollen, werden sie der „Boss“ über sich und ihren eigenen Lernprozess.“

Welche Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit?


„Zusammenarbeit führt zu einer persönlichen Entwicklung, die auf vier Bausteine aufbaut: Vertrauen, Kommunikation, Ownership und Verantwortlichkeit. Für die Zusammenarbeit ist Vertrauen unter den Schülern notwendig. Daraus aufbauend ist Kommunikation sehr wichtig. Sie dürfen lernen, sie selbst zu sein und das sagen zu dürfen, was sie sagen wollen. Diese zwei Bausteine sorgen für „Ownership“ im Team, welches wiederum dazu führt, dass sich die Schüler verantwortlich fühlen. Diese vier Bausteine sind nicht nur wichtig für das Team als Ganzes, sondern auch für den Einzelnen.“

Wie tragen Sie als Lehrer dazu bei?



„Wir haben eduScrum konzipiert, um die persönliche Entwicklung der Lernenden zu stimulieren. Es eine aktive Form der Zusammenarbeit, bei welcher Teams Aufgaben innerhalb eines festen Rhythmus lösen. Sie bestimmen ihre ToDos selbst und behalten eigenständig ihren Fortschritt im Auge. Der Lehrer stellt die Aufgaben und bietet - wo nötig - Unterstützung an, für die ganze Klasse, das Team oder auch den individuellen Schüler. Durch diese Methode denken Schüler darüber nach, wie sie lernen wollen. Ich nehme inzwischen sogar Schüler mit auf die Trainings, bei denen Dozenten eduScrum lernen. Hierbei ist es wichtig zu betonen, dass eduScrum nur ein Mittel zum Zweck ist. Es ist genau so gut, wie auch andere Methoden, mit denen gearbeitet wird, um Abwechslung in den Unterricht zu bringen.“

Nina Visser PMG

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