maandag 20 maart 2017

eduScrum wird international


Bunt ist der Mix an Nationalitäten und Backgrounds, die sich Ende Februar 2017 in Alphen aan den Rijn in den Niederlanden treffen, um den Grundstein für die internationale eduScrum "Familie" zu legen. Willy Wijnands, Begründer von eduScrum, hatte zum ersten internationalen eduScrum-Training geladen.

Chris aus Berlin, Manfred, Christian, Günther und Patrick aus Österreich, Filip und Maria aus Belgien, Kristina mit rumänischen Wurzeln aus den Niederlanden, Emmanuel, Franzose aus Spanien, Alejandra und José aus Mexico, die Südafrikanerin Denise aus der Schweiz und Nuno aus Portugal.

Bänker, Berufsschullehrer, Lehrer, Sommerschuldozenten, Schulrektoren und -Eigentümer, einfach Interessierte, Suchende einer Alternative zum „echten“ Scrum. Bildungsziel Schulabschluss, Bildungsziel Weiterbildung oder Bildungsziel Maurer. Aber (fast) alle eduScrum-Pioniere im eigenen Land.

Besonders schön für mich: ich bin dieses Mal nicht „nur“ zu Besuch im Training, sondern als Co-Trainerin mit dabei.

Alle Teilnehmer mit Willy Wijnands
Foto: Alisa Stolze

                                                Magic Moments in Alphen 


Am Donnerstag besucht die Gruppe Willys Unterricht am Ashram College. Flaps, also eduScum-Boards, werden bestaunt, Fragen gestellt, erste Informationen fallen an den richtigen Platz. Große Augen bei den Besuchern. Die letzte eduScrum-Chemieklasse ist schon einige Stunden vor der Zeit mit der Entwicklung der Lerninhalte fertig und freut sich über die Aufmerksamkeit, die den sorgsam gestalteten und gepflegten Flaps entgegenschlägt. Die Jugendlichen sind stolz, uns ihre Arbeit erklären zu können.

Am Freitagmorgen treffen wir uns um viertel vor neun zum Training.
Wichtig und immer dabei an diesem verlängerten Wochenende: 
Wer bist du, und warum bist du hier? Was ist dir wichtig? Und was ist für dich Vertrauen?
"Wenn ihr euren Schülern nicht vertraut, dann braucht ihr mit eduScrum gar nicht erst anzufangen.", sagt Willy. 

Außerdem wichtig: das eigene WARUM und den Schülern die Möglichkeit zu geben selbst herauszufinden, warum sie lernen wollen, ihr eigenes WARUM zu finden.
Das Training ist gespickt von Reflexionen und Retrospektiven, es gibt bewusst viel Raum zum eigenen Ausprobieren, Fallen, wieder aufstehen
„Genau das werden eure Schüler auch erleben. Wenn sie zu tief untertauchen, holt sie wieder an die Oberfläche."

Nach einigen Runden Scrum-Simulation steht wieder eine Retrospektive an. Wie habt ihr diese Arbeit in Iterationen erlebt, was nehmt ihr mit? Denise sagt: "Wir sind alle so unterschiedlich und sind als Einzelpersonen in dieses Training gekommen, aber jetzt sind wir ein Team."
Eine besondere Feierlichkeit macht sich im Raum breit und hält für beide Trainingstage an. Wir wissen, wir brauchen alle hier, um einen nachhaltigen Wandel anzustoßen. 
"Magic Moments", schreibt Emmanuel später in Willys Trainingsgästebuch.

Erste Begutachtung der Flaps
Foto: Willy Wijnands
eduScrum lernen wie die eigenen Schüler

Doch zuvor wird hart gearbeitet.
eduScrum scheint auf den ersten Blick simpel zu sein und das Rahmenwerk ist wirklich nicht kompliziert. Die Umsetzung erfordert jedoch einige Übung. 
In zwei der kleinen Lehrerteams haben sich Scrum Master eingeschlichen, die ihren Teams bei den ersten Umsetzungen helfen. In einem anderen Team ist Scrum allerdings ganz neu. Und tatsächlich stellt sich nach den ersten 30 Minuten Arbeit am Beispielprojekt heraus: das haben wir ganz anders verstanden!
Eine wunderbare Übung, denn genau so unsicher wie die Lehrer in unserem Training, werden sich später deren Schüler während der ersten Runden eduScrum fühlen. Und gerade durch das Ausprobieren und durch Fehler wird eduScrum nicht nur intellektuell verstanden, sondern begriffen.
Genau wie ein Inputvideo zu diesem Workshop besagt: „Tun ist die bessere Art von Denken.“ und „Wenn ich mehr Fehler mache als du, dann gewinne ich!“

Mit dabei: engagierte Schüler aus Willys Klassen

Am zweiten Trainingstag arbeiten wir vor allen Dingen an Aufgabenstellungen aus dem Kontext der Teilnehmer. Nachmittags kommen Schülerinnen und Schüler aus Willys Klassen vorbei, die wir gruppenweise interviewen dürfen. 
Sie erzählen von selbstorganisierenden Lernteams und Lehrern, die lehren und coachen anstatt zu dozieren. Davon, wie sie selbstbewusst ihren Lernfortschritt planen und Freude daran haben, zu sehen, wie stillere oder schwächere Mitschüler in ihrem Team aufblühen. Wie sie Scrum für die Planung ihres täglichen Lebens benutzen, ihre Eltern in deren Scrum-Praxis beraten, und dass sie gern ihren Samstag dafür hergeben, einem internationalen Haufen von Lehrern und Weltverbesserern eduScrum schmackhaft zu machen.
Am Ende des zweiten Trainingstages unterschreiben sich die Teilnehmer gegenseitig ihre Zertifikate als eduScrum-Lehrer. Und ich kann nach einem Jahr der Zusammenarbeit endlich mein offizielles eduScrum-Trainerzertifikat entgegennehmen, als erste(r) Trainer(in) außerhalb der Niederlande.
Wahnsinn!

 
Trainerzertifikat, unterschrieben von allen Teilnehmern des internationalen Trainings
Foto: Alisa Stolze

Die Tage gingen viel zu schnell vorbei...


...aber wir bleiben via Email und Kurznachrichtendiensten in Kontakt, um uns gegenseitig auf dem Laufenden zu halten und zu unterstützen. Die Motivation, eduScrum nun wirklich im eigenen Unterricht anzuwenden und im Heimatland zu verbreiten, ist groß, wenn auch alle ein wenig aufgeregt sind. Werden wir das schaffen?
Willy hat inzwischen eine Einladung nach Mexico und ein weiteres Mal nach Portugal, ich nach Wien. Wir dürfen gespannt sein auf die ersten Ergebnisse!

Alisa Stolze, 

Co-Trainerin eduScrum
 



 
 



woensdag 8 februari 2017

Aller Anfang ist schwer, auch bei eduScrum.


Das Durchhalten lohnt sich um so mehr!

Bei meinem Besuch auf einem eduScrum-Training im November 2016 in Holland hatten wir die Gelegenheit, eduScrum-Schülerinnen und -Schüler zwischen 14 und 17 Jahren zu ihrer Meinung über eduScrum zu befragen. In Klassengruppen auf dem Teppichboden eines langen Flures sitzend, konnten wir uns ausgiebig austauschen.
Auffällig ist, dass die Freude an eduScrum mit jedem Übungsjahr deutlich zunimmt.

Gerade in den Klassen, die gerade erst mit eduScrum anfangen, gibt es vermehrt kritische Stimmen

Die Arbeit mit eduScrum sei nicht schwerer, aber anders, weil die Schüler selbst planen müssen.

Gerade als eduScrum-Anfänger wird das Erlernen dieser neuen Arbeitsweise als lästig empfunden.
Die Planung sei zu aufwändig, es dauere zu lang, bis man wirklich anfangen könne.

„Ich habe es lieber, wenn ein Lehrer uns eine Aufgabe gibt und etwas erklärt und dann mache ich das eben und versuche es zu begreifen, diese ganzen Sticker sind echt zu viel für mich.“, sagt eine Schülerin.
Eine andere Schülerin sagt: „Ich finde sogar, dass eduScrum ein Umweg ist mit den ganzen Stickern und dem Kleben. Ohne eduScrum hat man alles viel schneller fertig. Ich habe selbst nicht diese ganzen Sticker nötig um zu wissen, was ich tun muss.“

Eine Klasse höher sieht die Situation bereits anders aus. Hier kommt Willys Art von Unterricht inzwischen durchweg gut an

Eine Schülerin erzählt, dass eduScrum im ersten Jahr bei ihr nicht so gut funktioniert habe. Warum? Weil der Lehrer, der mit den Jugendlichen nach eduScrum arbeitete, gar nicht erklärt habe, warum sie etwas wie machen sollen, z.B. warum es ein Burndown Chart gibt und warum eine Definition of Done und eine Definition of Fun.

Was die Definition of Done denn nun genau in eduScrum sei, fragt ein Lehrer die Gruppe.
„Dass es wirklich fertig ist, dass es gut ist und dass wir zufrieden sind.“
eduScrum kann so simpel sein.
An die englischen Begriffe hätten sich alle schnell gewöhnt.
Besonders beeindruckt mich die Erklärung der Aufwandspunkte, die die eduScrummer für ihre Tasks auspokern:
„Punkte sind nicht nur, wie viel eine Aufgabe ist, sondern auch wie schwer sie ist.“
Planning? Kein Problem. Am Anfang wäre es eben viel, aber dann schätze man die Punkte und könne die Arbeit auf die Stunden aufteilen.
Die gute Übersicht helfe auch, sich gegenseitig helfen zu können.

Gruppen werden auf unterschiedliche Qualitäten basiert, manche können das eine gut, andere etwas anderes. „Wenn ich etwas wirklich nicht verstehe, kann ich meine Teammitglieder fragen und die erklären es mir.“

Die eduScrum-"Profis": begeistert über ihre Freiheiten und Möglichkeiten 

Die Gruppe der Schüler, die bereits seit drei Jahren mit eduScrum arbeiten, fragen inzwischen sogar bei ihren Folgelehrern, ob sie nicht eduScrum für ihre Aufgaben verwenden können und sind begeistert von den Freiheiten, die sie dadurch bekommen:

„Ich finde es nicht gut, wenn Menschen dir sagen, was du tun musst. Hier ist man sehr selbstständig, man kann selbst planen und die Entscheidung treffen, ob man in einer Stunde mal mehr oder auch weniger macht und in der folgenden Stunde dafür etwas härter arbeitet. Das ist prima! Man sieht ja selbst wo man steht.“
„Ich weiß mit einem Blick auf den Flap wie weit ich schon bin. Das Burndown hilft und ist sehr einfach zu verstehen. Wenn man unter der Ideallinie liegt, dann ist man schneller, wenn man drüber liegt, dann läuft man hinterher. So kann man gut einschätzen, wie hart man in dieser Stunde arbeiten muss, das ist sehr gute Selbstkontrolle.“
„Das Burndown hilft dabei noch einmal anders, als der Flap. Auf dem Flap stehen die Aufgaben, diese haben aber verschiedene Aufwandspunkte. Wenn ich einen Sticker mit einem hohen Aufwandswert auf Done, also fertig, schiebe plus einen mit einem niedrigen Aufwandswert, dann sieht das erst einmal gleich aus. Auf dem Burndown sehe ich dann genau, wie viele Punkte ich geschafft habe. Das macht es sehr übersichtlich.“

Teamwork steht hoch im Kurs

„Es entsteht ein Gruppengefühl. Wenn alle aus der Gruppe schon mit etwas fertig sind, nur man selbst nicht, dann ist das nicht schön.“, berichtet ein hochgewachsener junger Mann.

„Man fühlt sich auch verantwortlich, das liegt daran, dass die Gruppen auf unterschiedlichen Qualitäten beruhen. Jeder hat seine Aufgabe und ist für einen besonderen Zweck da.
Wenn man gar nichts tut, dann lässt man seine Gruppe im Stich."
"Beim ersten Mal dachte ich auch, dass ich alles im letzten Moment machen kann, aber jetzt arbeite ich doch mit der Gruppe mit.“

Was den Schülern bei der eduScrum-Implementierung wichtig ist:

eduScrum auf jeden Fall gut erklären! Dafür sorgen, dass jeder es gut begreift, dann können die Schüler selbständig arbeiten.
Und eduScrum mach am meisten Spaß, wenn Lehrer eine interessante, kontextreiche Aufgabe stellen, die zeigt, warum es für die Schüler wichtig ist, den Unterrichtstoff zu lernen.


Wenn Sie Interesse daran haben, an unserem Internationalen Training in Alphen aan den Rijn am 24./25. Februar teilzunehmen, dann kontaktieren Sie uns bitte unter info@eduScrum.nl.
Trainingssprache ist Englisch. Ein paar wenige Trainingsplätze sind noch frei!
Alisa Stolze
German eduScrum team member

vrijdag 3 februari 2017

All the beginnings are difficult, that is the same with eduScrum.


But I also learned, that it is worth practicing!


When I was visiting an eduScrum training in Alphen aan den Rijn in november 2016, me and the participating dutch teachers had the opportunity to talk to eduScrum students between 14 and 17 years to ask them about their experiences with eduScrum. We were sitting together on the cosy carpet of a hotel hallway with three groups of eduScrum classes and talked. Listening to the students, I thought it was very interesting that their happiness about working with eduScrum gets significantly bigger with every year of eduScrum practice.

Especially in those classes that begin working with eduScrum we could hear several critical voices

The work with eduScrum is not actually harder than regular lessons, but it is different, because students have to plan their work by themselves.
Especially eduScrum starters dislike having to get used to a new way of working.
The planning is too much effort, they say, and it takes them too long until they can begin with the real work of learning.
„I prefer getting an assignment from a teacher, listening to the explanation and afterwards just doing it and trying to understand. All those stickers are just too much for me.“ one girl tells us.
Another student adds: „I even think that the stickers and the tasking is extra work. I don’t need all those stickers to know what I have to do next.“

One grade higher the situation is already different. Students like Willy’s way of teaching.

One girl tells us, that eduScrum didn’t work very well for her during her first year trying. Why? Because the teacher that had been working with the class using eduScrum didn’t tell the pupils about why they do which step, why there is a Burndown to watch progress, for example, and why they would have a Definition of Done and a Definition of Fun.
„So what is the Definition of Done exactly?“ one of my fellow participants asks the group. „That something is really done. That there is nothing left to do and that we are happy with the results.“ It can be so simple!
The English terms used in eduScrum were no problem for the group.
I was especially impressed by how the students explain the effort points that they poker in order to determine how big one item of work is:
„Points don’t just tell you how much of work an item is, but also how hard it is.“
Planning? No problem. At the beginning it is a lot, ok, but then you estimate the points and split the effort points of work to fit the number of working lessons.
The overview of work to do or still remaining also helps the students to help each other.
Teams are based on different qualities: „If I really don’t get a thing I just ask my teammates and they can explain it to me.“

The eduScrum pros: happy about their possibilities and freedom

The group of students that practice eduScrum for three years now even ask following teachers to be allowed to use eduScrum for their assingments and are happy about their independency:

„I don’t like if people tell you what you should do. Here you are self-responsible, you can plan, you can make decisions to do more in one lesson and take it easier in another. That is great! You can always see by yourself where you are and how much work is left.“
„With one look at the Burndown Chart I know where I stand. It helps me and it is very easy to understand. If you are below the ideal line, you are faster than needed, if you are above, you need to speed up. You can see at one glance how much work you have to do in this lesson. It is very good to control yourself.“
„The Burndown helps you in a different way than the Flap (the board on which the students plan their items of work). On the Flap you see the items or tasks, but they don’t have the same effort points. If you put a sticker with a big item plus a sticker with a small item to done, well, that first looks like it was the same effort. On the Burndown I can see how much work really is done.“

Students like the teamwork

„Teamwork creates team feeling. If everybody in the group has already finished something and you don’t, that doesn’t feel nice.“
„You feel responsible. That is because groups are build on different qualities. Everybody has a purpose.“
„If you don’t do anything, you let your group alone.“
„First I thought I could do everything in the last minute, but now I prefer to work with the group.“

What is important to the students:

„If you start with eduScrum please explain very well! If everyone gets it, students can work on their own. And please show us, why it is important to do an assignment. We want an assignment with context that shows us why it is important to learn. Thank you!“

Alisa Stolze

(German eduScrum team member)

maandag 5 december 2016

WIE wollen wir lernen?


WIE wollen wir lernen? - Ein Bericht vom EDU-INNOVATION Team aus den Niederlanden


Rick, Sofia, Bart, Amber, Noah, Julia und Paulien, 17 Jahre alt, sind das EDU-INNOVATION Team am Ashram College in Alphen aan den Rijn in den Niederlanden. Sofia, Bart, Amber, Paulien und Noah durften wir bereits auf dem Scrum Day 2016 in Stuttgart kennen lernen.

Sie haben ihre Mitschüler und sich selbst gefragt: Wie wollen wir eigentlich lernen?
Daraus ist - mit dem Coaching von Willy Wijnands von eduScrum - ein stets wachsendes Buch entstanden. Einen kurzen Eindruck aus dem Buch zeigen wir hier:


"Kennen Sie das auch? In immer demselben Unterricht zu sitzen, nur zuhören zu dürfen und dabei beinahe einzuschlafen?
Das muss doch auch anders gehen! Es gibt viele Möglichkeiten, um den Unterricht zu verändern! Im Moment bestimmt der Lehrer WAS (das ist auch in Ordnung), aber auch WIE wir lernen sollen. Das muss sich ändern.
Was, wenn wir die Rollen umdrehen würden und die Schüler selbst den Unterricht vorbereiten und durchführen dürften? Wir wollen selbst bestimmen, wie wir lernen!

Wir, Rick, Sofia, Bart, Amber, Noah, Julia und Paulien, haben zusammen aufgeschrieben, WIE wir Schüler lernen wollen.
Wir möchten eigentlich anders lernen. Dass die Lehrer uns eine anspruchsvolle Aufgabe geben, die mit dem Fach zu tun hat, und dass wir selbst bestimmen dürfen, WIE wir die Aufgabe anpacken. Wir möchten eine andere Art von Schulstunde. Eine innovative und kreative Art von Unterricht.
Wir denken, dass das die Basis für Schüler ist, um sich kreativere, innovativere und dadurch bessere und schönere Produkte auszudenken und schaffen zu können. Insgesamt hoffen wir, dass wir einen Beitrag zu kreativerem, originellerem und innovativerem Unterricht für Schüler und Lehrer leisten können.
Um unserem Anliegen mehr Substanz zu verleihen, haben wir in Willys Klassen unter ungefähr 250 Schülerinnen und Schülern eine Umfrage durchgeführt. Dafür haben wir uns selbst und den anderen folgende Frage gestellt: Wie wollen wir lernen und was benötigen wir dafür?"

Einige der Antworten haben wir hier gesammelt:


WIE WILLST DU LERNEN, UND WAS BRAUCHST DU DAZU?

      Am liebsten miteinander in Gruppen arbeiten.
      Flexibilität in der Planung und bei Hausaufgaben.
      Erklären von Theorie in kurzen Blöcken, nicht alles auf einmal.
      Mehr konkrete Praxisbeispiele.
      Es ist gut, wenn man ein Ziel bekommt, auf das man hinarbeiten kann, mit Punkten, die abgearbeitet werden müssen um dann selbst eine Übersicht mit der Gruppe, in der man drinsitzt, zu planen.
      Frei zu arbeiten mit jemandem, der dich dabei begleitet aber auch anspornt, damit du auf gute Art und Weise beschäftigt bist.
      Erklärungen dann, wenn man sie persönlich benötigt.
      Ich möchte selbst bestimmen, was ich lernen will und nicht Dinge tun müssen, die ich bereits weiß, sonst langweilige ich mich.
      Zeit, alleine während der Stunde zu arbeiten.
      Im Unterricht Internet benutzen zu dürfen um Dinge auf dem Laptop / Tablet nachgucken zu können.
      Lernen durchs Tun an einer konkreten Aufgabe, in der ich den Sinn sehen kann.

      Ich möchte gern gute Aufgaben bekommen und mich nicht immer bei denselben Aufgaben langweilen.
      Zusammen in der Gruppe zu arbeiten, so dass ich meine Gruppe Sachen fragen kann, die ich nicht verstehe.
      Schon gern mit dem Buch arbeiten und nicht mit iPads, damit ich Dinge wirklich aufschreiben kann.
      10 -15 Minuten Frontalunterricht und den Rest der Zeit wollen wir in Ruhe arbeiten können, dafür muss der Lehrer sorgen.


Drei Antworten bringen die Aussagen der Schülerinnen und Schüler auf den Punkt:

"Es ist nicht gar nicht so schwer. Wir wollen nur den Nutzen unserer Arbeit sehen, wir wollen wissen, WARUM wir den Stoff lernen müssen. WIE? Das wollen wir selbst bestimmen. WAS wir tun müssen, wollen wir vom Lehrer wissen und uns eventuell mit dem Lehrer beraten, wenn uns etwas nicht klar ist.
Schüler wollen wissen, WARUM sie etwas lernen müssen. Vom Lehrer erwarten sie, dass deutlich wird, WAS sie tun müssen. Wenn beides klar ist, dann wollen sie selbst entscheiden, WIE sie das umsetzen möchten.
Gebt uns eine klare Aufgabe und lasst uns innerhalb eurer gestellten Forderungen und Grenzen unseren eigenen Weg gehen. Seid da für uns, wenn wir eine Erklärung brauchen. Gebt uns mehr Raum und Freiheit!"


Mehr vom EDU-INNOVATION Team und eduScrum demnächst wieder hier im Teamworkblog!

maandag 21 november 2016

eduScrum in Spain

I guess it is about 2 years ago I got contacted by Sylvain Loubradou. He had come across our efforts in eduScrum and would like to discuss some opportunities in Spain. On a nice beach just south of Barcelona we met over a nice cold beer to exchange interesting stories and efforts we both made in Agility in Education. Ever since we have been in touch we frequently discussed our stories and experiences. So we did in October, sipping over a nice coffee in one of the trendy bars in Girona. Sylvain, who is an Agile Coach and provides classess in Agility at a Barcelona University, was going to present at an event for teachers on Agility in schools and invited me to join.
  
Ever since our guide was translated in Spanish, more than two years ago, there has not been a concrete opportunity to spread our experiences in Spain. So I was delighted to participate in this event. To tell teachers about eduScrum, but also to learn and gain insights on how these teachers were embracing innovation in the classroom. The idea was simple, yet powerfull. There would be 5 different tracks on Agility related topics and 5 teams moving around the tables in rounds of about 30 minutes. In one of these tracks, Agile Methods, me and Sylvain would share our experiences on Agility Methods, and eduScrum in particular. Unfortunately Sylvain had to shift priorities. The night before the event he was told that he had a camera crew coming to his place for a documentary on Home Schooling. It was a difficult choice but the only good one he could make, to skip the event. Luckily for me he would be at the campus in the morning to introduce me to some of the key people in organising the event.

 
Since English is still not widely spoken, and my Spanish does not go much further than ordering food and drinks, I was glad to be introduced to Xavier. He would help me out translating to Spanish if people did not understand what I was telling them. As I said there were five different tracks on the event and groups would move from one track to another after a interactive presentation of about 30 minutes. Sylvain had told me I need not prepare anything since it was not really a presentation. So there I was 9.30 in the morning, nothing prepared and my buddy leaving in a couple of minutes.

I looked at the positive side of it and thought to myself, I have five iterations to improve my workshop. I do pittty the first group who clearly had to take less content for granted than the fifth group. But they where eager to learn and came up with interesting questions. Each group contributed significantly on the improvement of the workshop. I found that they were facing similar problems as we do in the Netherlands, although they initially believed it to be due to their specific situation in Spain. But I can reassure you, there were more simmilarities than differences when it comes to innovation in education.  In short, they know that something has to change, they know the need for 21st Century Skills, but they simply don’t know how to apply this. Furthermore in Spain also they have the challenge for activating learners in class. Just like the Netherlands (and many more countries around us).


30 minutes is not an awfull lot of time to explain the concept of eduScrum and particularly not the underlying principles. So what I did was briefly adressing the need for change and than move on to the flipchart with an outline of the eduScrum process, explain the steps and than point out to the giant visual of the “Flap” I had put on the wall. I spent some extra time on team formation and how we do this, they really loved that part. And next we would move to the “Flap” with some special attention to the Burn Down and how this visual aid helped students to keep track of their progress and motivates them to take ownership of their learning experience.